Charfe Großmutter von jungen Galan geplündert


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Nach Wallensteins Verpflegungsordnung standen ihm bei der Infanterie Rt. Dazu kam sein Anteil an der Beute, der pro 1. Voraussetzung war allerdings in der bayerischen Armee die richtige Religionszugehörigkeit.

Der Obristleutnant war zumeist auch Hauptmann oder Rittmeister einer Kompanie, wofür er ein zusätzliches Einkommen bezog, so dass er bei Einquartierungen u.

Garnisonsdienst zwei Quartiere u. Bezahlung beanspruchte oder es zumindest versuchte. Die Fahnen des Regiments wurden in die Erde gesteckt.

Hinter jeder standen in langer Reihe die Hütten des Fähnleins oder der Kompanie. Bei der Fahne lag der Fähnrich, der Leutnant in der Mitte u.

In einiger Entfernung vom Lager war des öfteren ein mit Bastionen versehener Wall u. Graben aufgeworfen, hinter denen auch die Feldgeschütze standen.

Vor der Umwallungslinie waren zumeist geschlossene Redouten oder Feldschanzen angelegt. Durch zumeist senkrechte Wände boten sie ausreichend Platz.

Die dichte Webart und das Aufbringen von Wachs machten den dicken Stoff wasserdicht. EICKHOFF; SCHOPPER, , S. Einfache Soldaten bauten je nach Jahreszeit ihre Hütten durch Raubbau in den Wäldern aus Brettern, Reiser, Türen, Dielen, Getreidegarben, Stroh u.

LANGER, Hortus, Abb. Zum Feldlager mit Holzhäusern für Offiziere u. Zelten für die Gemeinen vgl. WAGNER, Tracht, S. In der spanischen Flandern-Armee hatte eine Baracke Platz für vier Personen mit zwei Betten.

Daneben gab es eine Doppelbaracke für acht Personen mit vier Betten. Bayern, Thierhaupten, III Die Feldlager waren entsprechend dem Tross kaum noch kontrollierbar.

Die Beute- u. Solidargemeinschaft der Soldatenfamilien bot einen gewissen Schutz, solange man kranke u. Kinder fortschickte, die ums Überleben kämpfen mussten.

Herzog v. Sachsen-Weimar [ Dänischer Obrist u. Baden-Durlach, April Teilnahme an den Schlachten bei Wiesloch u. Mingolsheim, am 6. Braunschweig in Niedersachsen, am 6.

Gefangennahme in der Schlacht bei Stadtlohn, am Thüringen, am Im Dezember schlug Wilhelm vor, ein Heer aus Hessen an die Weser gegen Gronsfeld zu führen daher rührt seine Bekanntschaft mit Holzappel.

Nachdem Wilhelm am Sachsen-Eisenach bzw. Sachsen-Gotha für seine Brüder, Herbst Versuch, zwischen Georg II.

Hessen-Darmstadt u. Amalie Elisabeth v. Hessen-Kassel zu vermitteln, Herbst Versuch, einen Waffenstillstand zwischen den Schwedischen u.

Kaiserlich-Bayerischen zu vermitteln [MDSZ]. HUSCHKE, Wilhelm IV. Soldatenfamilien, aus Dienstpersonal, Feldpredigern, Feldchirurgen, Feldschern vgl.

Heilkundigen, Köchen u. Entwurzelten, Glaubensflüchtlingen, Soldatenwitwen u. Kriegswaisen, Hunger leidenden Zivilisten und Bauern, Gefangenen, behördlicher Strafverfolgung Entflohenen u.

Nach der Kapitulation der Kaiserlichen in Zwickau rückten angeblich Infanteristen, Kavalleristen zumeist Kroaten , Huren u. Der Aufwand für die eigenen Bedürfnisse Erzherzog Leopold Wilhelms u.

PASTORIUS, Kurtze Beschreibung, S. Anhalt-Bernburg am Zum Teil wurden sogar Schiffsbrücken im Tross mitgeführt. Zudem unterlag der gesamte Tross der Militärjustiz, vgl.

In Notsituationen wurden Trossangehörige, wenn auch erfolglos, als Kombattanten eingesetzt; BRNARDIC, Imperial Armies 1, S.

In der Regel wurden Obristen wegen ihrer Verdienste, ihrer finanziellen Möglichkeiten u. So erhielt er pro 1. Beute u. Ranzion 33 Rt.

Anteil; HOFMANN, Peter Melander, S. Der Generalwachtmeister übte nicht nur militärische Funktionen aus, sondern war je nach Gewandtheit auch in diplomatischen Aufträgen tätig.

Der Generalmajor nahm die Aufgaben eines Generalwachtmeisters in der kaiserlichen oder bayerischen Armee war. Die Bezeichnung ergab sich aus seiner ursprünglichen Aufgabe, der Inspektion der Feldwachen u.

Regimenter im Felde u. Oxenstierna gehörte einem der ältesten Adelsgeschlechter Schwedens an. Nach dem Studium des Staatsrechts u.

Jena im Spätsommer Eintritt in den Staatsdienst bei Karl IX. Schweden, Ende Ernennung zum entlohnten Staatsbeamten, am Adolfs v.

Oxenstierna trat für eine umfassende Mitverantwortung des Adels ein, die allerdings nur durch ein starkes Königtum gesichert war.

Er wandelte den Reichsrat von einem nur vorübergehend eingeberufenen Gremium zur ständigen Regierung um, die unter seinem Einfluss die Politik Gustav II.

Adolfs zumeist unterstützte. Auch der Reichstag, die Versammlung der Stände, wurde v. Oxenstierna reformiert. Er sicherte den Einfluss des Königs u.

Nach dem Sieg bei Breitenfeld wurde Oxenstierna Bevollmächtigter der schwedischen Krone am Rhein, am Adolfs an. Nach dem Regierungsantritt Christinas schwand sein politischer Einfluss.

ENGLUND, Die Verwüstung Deutschlands S. MDSZ; GOETZE, Politik; ZIRR, Oxenstierna. Wimpfen, bei Stadtlohn. In der Schlacht bei Lützen übernahm er nach dem Tod Gustav Adolfs v.

Schweden den Oberbefehl über das schwedische Heer, als Donation erhielt er das Herzogtum Franken. Regimentskommandeur oder Regimentschef mit legislativer u.

Bezahlung seiner Soldaten u. Befehlsgewalt über Leben u. Dieses Vertragsverhältnis mit dem obersten Kriegsherrn wurde nach dem Krieg durch die Verstaatlichung der Armee in ein Dienstverhältnis umgewandelt.

Voraussetzungen für die Beförderung waren zumindest in der kurbayerischen Armee richtige Religionszugehörigkeit oder die Konversion , Kompetenz Anciennität u.

Herkunft bzw. Zum Teil wurden Kriegskommissare wie Johann Christoph Freiherr v. Der Obrist ernannte die Offiziere.

Als Chef eines Regiments übte er nicht nur das Straf- u. Begnadigungsrecht über seine Regimentsangehörigen aus, sondern er war auch Inhaber einer besonderen Leibkompanie, die ein Kapitänleutnant als sein Stellvertreter führte.

Ein Obrist erhielt in der Regel einen Monatssold v. Tafelgeld u. In besetzten Städten wurden z. Nach Wallensteins Verpflegungsordnung standen ihm als Obrist u.

Hauptmann der Infanterie Rt. Daneben bezog er Einkünfte aus der Vergabe v. Weitere Einnahmen kamen aus der Ausstellung v. Heiratsbewilligungen, aus der Beute — hier standen ihm 27 Rt.

Beute zu; HOFMANN, Peter Melander, S. Beschaffung von Waffen, Bekleidung u. Werbegeldern ausgezahlt wurden. Auch ersetzten sie zum Teil den gelieferten Sold durch eine schlechtere Münze.

Zudem wurde der Sold unter dem Vorwand, Ausrüstung beschaffen zu müssen — Obristen belieferten ihr Regiment mit Kleidung, Waffen u. Munition — , gekürzt oder die Kontribution unterschlagen.

Karberg; BW] Regiment auf Mann gebracht werden, es kam aber nie auf Aehnlich machte es der Oberst Rüdiger v. Waldow [Rüdiger [Rötcher] v.

Der Austausch altgedienter Soldaten durch neugeworbene diente dazu, ausstehende Soldansprüche in die eigene Tasche zu stecken.

Zudem erbte er den Nachlass eines ohne Erben u. Testament verstorbenen Offiziers. Häufig stellte der Obrist das Regiment in Klientelbeziehung zu seinem Oberkommandierenden auf, der seinerseits für diese Aufstellung vom Kriegsherrn das Patent erhalten hatte.

Im April erging die kaiserliche Verfügung, dass kein Obrist mehr als ein Regiment innehaben dürfe; ALLMAYER-BECK; LESSING, Kaiserliche Kriegsvölker, S.

Die Möglichkeiten des Obristenamts führten des Öfteren zu Misshelligkeiten und offenkundigen Spannungen zwischen den Obristen, ihren karrierewilligen Obristleutnanten die z.

Zumindest im schwedischen Armeekorps war die Nobilitierung mit dem Aufstieg zum Obristen sicher. Zur finanziell bedrängten Situation mancher Obristen vgl.

Da der Obrist auch militärischer Unternehmer war, war ein Wechsel in die besser bezahlten Dienste des Kaisers oder des Gegners relativ häufig.

Hauptmann war. Ein Teil des Hauptmannssoldes floss in seine eigenen Taschen. Dazu beanspruchte er auch die Verpflegung.

OELSNITZ, Geschichte, S. August an den Geheimen Rath etc. Blumenthal [Joachim Friedrich Freiherr v. Burgsdorff; BW] Pfennigmeister vnd darvber custos wehre der katzen die kehle befohlen sein, wir haben vnd wissen das allbereit 23 Stäbe in Sr.

Dienst vnd doch ist kein einsiger ohne der alte Obrister Kracht [Hildebrand [Hillebrandt] v. Ertragreich waren auch Spekulationen mit Grundbesitz oder der Handel mit gestohlenem Wein vgl.

BENTELE, Protokolle, S. Die z. Moritz Heinrich v. Nassau-Hadamar [] erhielt bereits mit 13 Jahren in Anerkennung der Verdienste seines Vaters Johann Ludwig ein Kürassierregiment u.

Dillenburg , Sp. KAPSER, Heeresorganisation, S. Grabfeld]; HHSD VII, S. Kurfürst v. Sachsen [5. Nach der Verpfändung der Ober- u.

Frieden v. Feldherrn u. Stellvertreter des Kaisers u. Als Rekompens erhielt er in der kaiserlichen u. Als Stellvertreter seines Dienstherrn führte er Verhandlungen mit den Ständen, erzwang die Depossedierung v.

Adligen u. Absetzung v. Territorialherrn in den besetzten Gebieten u. Wichtige Träger der gesamten Organisation des Kriegswesens waren dabei die Generalkriegskommissare u.

Arnim-Boitzenburg [Arnheim] [ Boitzenburg Flucht, ab Reorganisation der kursächsischen Armee. Berneck, Geschichte der Kriegskunst, S.

So sprechen auch Zeitgenossen in der Regel v. Reitern u. Falls überhaupt beritten, wurden die Dragoner als Vorhut eingesetzt, um die Vormarschwege zu räumen u.

Teilweise machte man auch Unberittene zu Dragonern, indem man ihnen ein Pferd u. Des Öfteren führten Dragoner am Sattelknopf kleine Äxte mit, um Hindernisse entfernen oder sich auch zeitweise selbst verteidigen zu können.

Zum Teil wurden unberittene Dragoner-Einheiten als Musketiere in den Kampf geschickt. Zu ihren Aufgaben gehörte auch Sicherung u.

Deckung v. Konvois, Patrouillen, Angriffe aus dem Hinterhalt, Bildung der Vor- u. Eine Designation vom Ein schwedisches Dragonerregiment soll sogar zu einem Drittel aus Zigeunern bestanden haben.

Zu den Waffen vgl. Main [LK Würzburg]; HHSD VII, S. Uslar [ Er sorgte für die Ausführung der Anordnungen u. Befehle des Obristen u. Kurze Zeit später hörten wir Mutter noch irgendwo in der Wohnung kramen.

Das erschien uns schon komisch. Denn das war anders als sonst! Abends las sie meist in aller Ruhe ein Buch oder die Zeitung. Oder sie vertiefte sich in irgendeine Handarbeit.

Dennoch entschlummerten wir Kinder nach durchtobtem Tag recht bald. Auch Mutter hatte sich festlich gekleidet. Die ganze Familie frühstückte gemeinsam am Küchentisch — keiner fehlte.

Wir Kinder wurden an die Hand genommen. Mutter ergriff eine kleine Reisetasche, hängte sich den leinenen, sonst neben der Hauseingangstür hängenden Beutel um, in dem für den Fall eines Bombenalarms wichtige Dokumente zusammengetragen und verwahrt waren.

Sie nahm die Jüngste von uns vier Kindern an die Hand. Unterwegs trafen wir Nachbarsfamilien, Freunde, Bekannte. Im Bus selbst ebenfalls viele bekannte Fahrgäste, ob an der Haltestelle mit eingestiegen oder sonst wo zugestiegen.

Alle festlich gekleidet, gewohnt ruhig, die Kinder in ausgelassener Stimmung. Der Bus machte halt an der Dange vor der Anlegestelle, von wo aus ich schon so oft mit der Fähre nach Sandkrug zur Kurischen Nehrung hinübergefahren bin.

Doch nicht der altgewohnte Raddampfer liegt heute am Steg! In aller Gemütsruhe strömen die Menschen auf das Schiff und verteilen sich über die verschiedenen Decks.

Wir Kinder durchstöbern alle möglichen Ecken des Schiffs und sind immer wieder erfreut darüber, dass so viele Freunde von uns diese Reise mitmachen.

Winken hinüber und herüber. Die Fahrt geht los. Gegen Mittag ist die Dampferfahrt quer durchs Kurische Haff zu Ende.

Das gibt ein herrliches Picknick! So, wie sonst bei Ausflügen zum Ostseestrand oder in die heimatliche Umgebung. Wir Kinder tollen überall umher.

Die einzelnen Familien bekommen von irgendwelchen dienstbaren Geistern in Uniform Adressen auf Zetteln und ziehen darauf in unterschiedliche Richtungen der Stadt davon.

Wir treten in den Hauseingang und drücken an der einzigen Klingel - bei Lange rührt sich nichts. Nach erneutem Klingeln tut sich etwas hinter der Tür.

Sie wird halb geöffnet, und eine etwas verlebt und übermüdet wirkende Frau von etwa 60 Jahren schiebt sich langsam in die Öffnung.

Die Frau mustert uns alle der Reihe nach von oben bis unten - ganz Abwehr! Kochen und Baden verboten!

Und absolute Ruhe, wenn ich bitten darf! Meine Nerven! Wie betäubt lassen wir uns auf das einzige Bett und auf die Liege im Zimmer sinken.

Mutter weint. Was ist das? Wir verstehen das alles noch gar nicht! Er führte — gerade für uns Kinder - unter manch grausamer Erfahrung über Pommern, die zweite Etappe, in eine Kleinstadt am Rand des niedersächsischen Teufelsmoors — zur vorläufigen Endstation, die für uns nun schon über 60 Jahre Bestand hat.

Hier musste nun in völlig fremder, zunächst recht abweisender Umgebung die Grundlage für eine neue Heimat gelegt werden. Wer von uns ahnte damals, dass für viele die letzte Etappe auch die endgültige werden sollte und die frühere Heimat nur noch im Herzen bewahrt werden musste?

Aber so ist das Leben halt! Weitere Erzählungen von Gerhard Krosien zu Vorkriegszeit, Flucht und Neuanfang finden sie hier.

Es war ein Stück Arbeit in den kleinen Räumen, so ein Stück fertig zu machen. Inzwischen 1 paar lange Herrenstrümpfe gestrickt.

Als Belohnung Äpfel Brot Gemüse u. Also verhungern werde ich hier nicht. Wenn nur nicht immer das sinnlose Anstehen wäre. Noch Marken f.

Lebensmittel Kohlen u. Immer andere Stellen. Dann die Ware erst haben. Und wenn einmal was da ist, dann steht man Schlange.

Bis Königsberg kein Sitzplatz. August 11 Uhr abends aus Memel auf Dampfer Sumatra. Weiterfahrt nach Pomm. Ankunft in Cammien? Schule Mittagessen bekommen.

Wir waren bis zum Nach einer sehr beschwerlichen Fahrt kamen wir am Leider dauerte unsere Freude nur 10 Tage. Da alles in bester Ordnung schien es waren sämtliche Geschäfte offen, Omnibus-Verkehr u.

Aus dem Garten zu ernten, was noch zu ernten war gr. Es war bis jetzt das letzte gemütliche Zusammensein in der Familie. Nach 8 Tagen ein ganz anderes Bild.

Endlose Trecks mit Flüchtlingen, Herden Vieh, Pferde! Hunde, die ihren Besitzer verloren hatten, irrten hilfesuchend umher.

Pferde u. Abends um 6 Uhr war der Dampfer so weit zur Ausfahrt. Fahrt u. Memel wurde beschossen u. Es war viel Geschrei von Menschen u.

Oktober kamen wir dann in Königsberg an, wo wir dann am Stadtgarten 8 bei Frau Frenzel in ihrer Wohnung bleiben durften. Sie selbst war in Stolzhagen bei ihren Eltern weil sie einen Unfall, bei dem Terror-Angriff auf Kgb.

Tante Marie blieb bis Ende Okt. Dann holte Lisbeth sie nach Osterode. Ich blieb noch bis Ende November u. In der ersten Zeit war es mir hier auch schrecklich.

Überall bin ich herumgelaufen bis zum Bürgermstr. Der sagte mir u. Da habe ich mich denn als Besuch bei Frau Gerlach angemeldet. Die Erlaubnis hatte ich bis zum Die Tage wenn Herr G.

Jan fuhr ich dann nach Dohna zu Edith, weil ich hoffte, dort wohl ein Zimmer zu bekommen. Auch vergebens!

Sachsen ist noch überfüllter wie die Nieder- Lausitz. Am Dienstag den Jan fahr ich dann zurück nach Kirchhain mit dem Vorsatz nun doch nach Berlin zu gehen.

Die Rückfahrt war auch schon schwierig. Zuerst war Tags zuvor die kilom. Fahrt gesperrt u. Also zuerst von Dohna nach Dresd.

Von Dresden waren aber noch 76,6 km. Um 2 Uhr sollte der Zug nach Kirchh. Am Tag vorher war Dresden schwer bombardiert u.

Bis 5 Uhr haben wir im ungeheizten Zug gesessen bis eine Lok frei wurde. So um 9 Uhr war ich angelangt. Frau G. Inzwischen hatte eine Frau Jahre mit einer Frau Krüger gesprochen ob sie nicht ein Zimmer abgeben möchte.

Da bin ich noch einmal zum stellvertretenden Bürgermstr. Nun wohne ich seit dem Jetzt wo ich hier fest gemeldet bin habe ich auch gleich meinen Familienunterhalt beantragt u.

Allerdings etwas gekürzt. Kohlen habe ich schon 6 Zntr. Dann habe ich noch so Verschiedenes verlangt, Bluse, Rock, Handtücher, Schuhe, habe auch alle Scheine bekommen.

Aber Volksopfer d. Gestern, Strellin eine Karte, die 3 Wochen unterwegs war. Das war am Wo mag sie jetzt sein mit den Kleinen! In der Kälte auf den Trecks.

Anni hat man ihr genommen. An Lisbeth, Berta habe ich geschrieben. Ob die auch fort müssen. Von Niemand bekomme ich Post, nur von Erich u.

Aber da scheint es auch nicht mehr mit der Post zu klappen. Die übrig gebliebene Bevölkerung bekommt die Nahrungsmittel durch Flugzeuge und Fallschirmspringer zugeteilt.

Hier rückt die Front auch immer näher, seit 14 Tagen gleicht Kirchhain schon einem Heerlager. Panzer, Maschinengewehre, Feldküchen u.

Soldaten sind eine Menge hier u. Dazu endlose Trecks mit Flüchtlingen, die weiterbefördert werden. Das kleine Kirchhain ist schon überfüllt.

Jede Familie hat Einquartierung u. Es ist jetzt ruhiger geworden. Auch Flüchtlinge und Bombengeschädigte werden weiter befördert.

Es ist wohl die ruhe vor dem Sturm. Wenn ich nur irgendeine Nachricht aus Königsberg oder Pommern bekäme! Gott schütze sie auf der Fahrt durch die tägl.

Aus Pommern auch von allen Dreien keine Nachricht. Weder von Lisbeth [14] , Berta, Grete. Man fragt sich blos immer wohin. Wir haben nun doch kein sicheres Plätzchen mehr in Deutschland.

Wo mag Gustel [15] stecken u. Bruder Fritz [16] , ich schreibe hier jeden Abend ein wenig, blos um auf andere Gedanken zu kommen.

Der Flaksender sagt starke Kampfverbände an. Wenn nur Edith u. Der Sturm hat heute Nacht zugenommen, dazu eine eisige Kälte.

Aber frieren brauche ich nicht. Kirchhain hat mir 35 ltr. Kohlen für mein Zimmer bewilligt. Die Firma hat sie mir anfahren lassen.

Aber die Hauptsache ich habe sie. März 45 Heute einen Brief von Edith. Gott sei Dank ist sie mit den Kindern glücklich bei Erich angekommen.

Drei Tage haben sie gebraucht um dort hin zu kommen, wo sonst die Fahrt nur 12 Std. Erich hat sie für ein paar Tage bei sich in den Baracken unterbringen dürfen.

Im Gästezimmer der Kompanie. Wo mag sie sein. Der Ort hat nur Seelen u. So ungefähr wie wir es in Pommern erlebt haben.

Nun kommt für den heutigen Tag das Schlimmste. Da um 11 Uhr Fliegeralarm. Der Himmel war ziemlich bedeckt. Wir haben uns nicht viel um den Alarm gekümmert, weil wir jeden Tag mal Sirenen hören.

Bis jetzt flogen sie nur herüber. Aber am Sonnabend, ich stand am Fenster u. Das Ganze dauerte eine viertel Stunde.

Aber was ist da alles geschehen. Wenn all die Bomben die sie geworfen haben getroffen hätten, es wäre von der kleinen Stadt nichts übrig geblieben.

Weder von Menschen noch von Häusern. Am Sonntag waren 45 Tote geborgen die anderen liegen noch unter Trümmern. Sobald jetzt die Sirene ertönt fahren alle mit ihren Rädern u.

Gepäck in den Wald was 1 Std. Wir Umquartierten bleiben wo wir sind. Luftschutzkeller gibt es hier nicht. Verschiedene Umquartierte haben hier auch ihren Tod gefunden.

Die Kinder waren in der Schule u. Esmeralda bezirzt den Hauptmann für seine ritterliche Hilfe und wird in Schutz genommen.

Pierre schaut dem Treiben verwirrt zu, während er sich aufrappelt. Wer war dieser Unbekannte, in dessen Auftrag der Glöckner sich die Zigeunerin schnappen wollte?

Und zu welchem finsteren Zweck, fragt sich Pierre. Schon bald wird er die Antworten auf seine Fragen finden, doch freuen kann er sich darüber nicht.

Ganz im Gegenteil: Die Lage spitzt sich dramatisch zu. Die Geschichte lässt sich dem Untergenre der Urban Fantasy zuordnen, wobei man es mit der Fantasy nicht zu genau nehmen darf.

Dabei geht es um die Beschreibung eines Ortes in einem bestimmten Modus, der diesem Ort eine höhere Bedeutung verleiht und ihn zu einer Ikone macht.

Kennzeichnend ist in diesem Roman die zentrale Bedeutung des Ortes der Kathedrale. Sie hat viele Funktionen, nicht nur als Brennpunkt des Geschehens, sondern auch für die Figuren.

Während die Kathedrale für die Kirche und die Gläubigen in erster Linie ein Gotteshaus zu sein scheint, so ist sie für ihren eigentlichen Herrn, den Erzdiakon Claude Frollo, lediglich die Behausung für sich und sein alchimistisches Labor.

Dort geben sich die antireligiösen und weltlichen Mächte die Klinke in die Hand. Ganz oben im Glockenturm weilt sein Schützling und Ziehsohn Quasimodo.

Dem buckligen Glöckner ist die Kathedrale nicht nur ein Ort des Schutzes vor der Verfolgung durch die Bürger sie wollen ihn entweder als Narren krönen oder als Abscheulichkeit verbrennen , sondern auch der Freude — seine Freunde sind die Glocken, denen er Namen gegeben hat.

Dieses Gefüge aus festen Beziehungen gerät ordentlich in Bewegung, als das Schicksal der jungen, schönen Zigeunerin La Esmeralda in der Waagschale liegt.

Sie gibt dem bedauernswerten Buckligen als Einzige auf dem Richtplatz Wasser, was ihr seine Dankbarkeit und Liebe einbringt.

Dadurch gerät Quasimodo unwissentlich auf Kollisionskurs zu seinem Ziehvater, der ebenfalls ein Auge auf Esmeralda geworfen hat.

Doch sein Begehren ist unheilig, unkeusch, und wird von Esmeralda mehrfach zurückgewiesen, als ob Gehorsam sie vor dem Tod retten würde.

Das Schicksal Esmeraldas als Angehörige der Unterschicht und Freundin der Bettlergilde lässt die Konflikte in dieser Ständegesellschaft offen ausbrechen.

Wieder wird die Kathedrale zum Brennpunkt, als die rebellischen Bettler vor den Soldaten Asyl in der Kirche suchen, das ihnen auch nach altem Recht gewährt wird.

Dieses Recht gedenken Erzdiakon und König, vereint in ihrem alchimistischen, quasi-faustischen Pakt, zu brechen. Sie heben einfach das Asylrecht auf.

Das wiederum hat weitere Ausschreitungen zur Folge. Die Insel der Kathedrale wird zum Schlachtfeld, stellvertretend für ganz Paris, der Hauptstadt der Franzosen.

Der Einzige, der sich noch ein wenig dem Kampf entziehen kann, scheint der Glöckner zu sein, doch er beschützt Esmeralda, den begehrten Zankapfel des Erzdiakons und des Pöbels.

Kein Wunder also, dass auch Quasimodo im Finale sich für eine Seite entscheiden muss. Aber wie kann er es wagen, die Hand gegen seinen Ziehvater, die Verkörperung der geistlichen Stands mit weltlicher Macht, zu erheben?

Ein Jahr vor dem Erscheinen des Romans fand in Paris wieder einmal wie auch eine kleine Revolution statt. Nach einem liberalen Tauwetter kehrten die reaktionären Kräfte wieder an die Macht zurück, und es kam zum Ausbruch von Aufständen, die zur Vertreibung des Königs führten.

Victor Hugos Roman lässt ebenfalls ein sehr kritisches Licht auf die kirchlichen Standesvertreter fallen: Frollo tut sich mit dem König zusammen, um Gold herzustellen, aber nicht mit koscheren Mitteln, sondern mit unheiligen, nämlich alchimistischen.

Sein Bruder Jean s. Der Autor zieht klare Parallelen zwischen dem Jahr und Diese Ähnlichkeiten waren sicherlich nicht an seine Leser verschwendet, die dies als Kommentar auf das Tagesgeschehen verstanden.

Statt sich aber auf das banale Niveau des Klassenkampfes hinabzubegeben, hebt Hugo den Kampf der Unterprivilegierten Bettler, Zigeuner usw.

Darin sehe ich wie viele Literaturhistoriker den enormen Einfluss der romantischen Bewegung, die aus Deutschland kommend Tieck, Brentano, E.

Hoffmann, Uhland usw. Wo bitteschön ist denn hier der Vampir, der klassische Grusler, versteckt? Doch wen es wie schaudert, ist völlig unterschiedlich.

Diesmal setzt der Macher auf die mystische Atmosphäre, die ein alchimistisches Labor verbreitet, ebenso auch auf die sinistren, womöglich unheiligen Machenschaften seines Besitzers, der ausgerechnet der Obermacker der Kathedrale ist.

Nicht nur ist Claude Frollo vom rechten geistlichen Weg abgekommen — Macht ist ihm wichtiger als Seelsorge -, nein, er versucht auch, eines seiner hilflosesten Schäfchen zu seinem wehrlosen Opfer zu machen, um es ausbeuten zu können: Esmeralda, das Waisenkind, das immer noch seine Mutter sucht.

Wie teuflisch ist das denn? Udo Schenks entsprechender Monolog ist ein Höhepunkt an Darstellungskunst in dieser Produktion.

Dementsprechend sympathisch treten sie auf. Insbesondere Esmeralda und Pierre Gringoire, die für einander bestimmt zu sein scheinen, stehen im Vordergrund.

Doch das Schicksal hat anderes mit ihnen vor, und so wird ausgerechnet der bucklige Glöckner zu Esmeralda wichtigstem männlichen Partner.

Diese Begegnung ist sehr bewegend und von beiden Sprechern mit einem Maximum an Einsatz und Einfühlungsvermögen dargestellt.

Die hohle, an Charles Laughton orientierte Stimme von Tommy Morgenstern als dem Buckligen kontrastiert bezaubert mit Kristine Walthers hoher Esmeralda-Stimme.

Daneben gibt es noch jede Menge Nebenfiguren, von denen mir besonders Jean Frollo, ein schlauer Tunichtgut, und der König der Bettler, Clopin, im Gedächtnis geblieben sind.

Das Hörspiel arbeitet ständig mit Gegensätzen, so dass die Figuren plastisch wie einem Film hervortreten.

Es ist klar, dass es sich um einen romantischen Stoff handelt. Schicksal, Tragik, Liebe, Tod spielen bestimmende Rollen. Dementsprechend dramatisch und abwechslungsreich ist auch die Musik komponiert worden.

Es handelt sich um Originalmusik, nicht etwa um Kopien aus diversen romantischen Opern. Der Komponist wird allerdings nicht genannt.

Die Musik gibt sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit klassischem Instrumentarium produziert — keine Synthesizer für klassische Stoffe!

Die Musik steuert nicht nur die Emotionen des Publikums auf subtile Weise, sondern bestreitet auch die Pausen zwischen den einzelnen Akten. Heitere Klänge wie etwa ein Tamburin oder helle Glocken wechseln sich mit düsteren Passagen ab, die von Streichern und Chören bestritten werden.

Mitunter sind sehr tiefe Bässe zu hören, die Unheil verkünden. Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem realistischen Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Szenen dicht und realistisch aufgebaut.

Von Anfang an spielen Glocken eine Rolle, entweder schlagen sie die Stunde oder Quasimodo macht sie zu einem Revolutionslied: Er läutet Sturm.

Natürlich gehören auch Pferde, Ziegen, aber auch Böller und Tanzmusik zur Geräuschkulisse des Hörspiels. Auf dieser Ebene ist das Geschehen am ehesten mit dem aus den Verfilmungen zu identifizieren.

Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

Auf der letzten Seite finden sich die Informationen, die ich oben aufgeführt habe, also über die Sprecher und die Macher.

Die Titelillustration von Firuz Akin auf dem Schubereinband fand ich wieder einmal sehr passend und suggestiv. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 14 Jahren.

Polidori: Der Vampyr November Nr. Crawford: Die obere Koje erscheint im April Nr. Ich habe mich gefragt, ob dieses Hörspiel es denn mit all den Verfilmungen, die ich kenne, aufnehmen kann.

Es kann, und zwar mit Links. Es gibt einige Szenen, insbesondere die gruseligen, die man in den Hollywood-Bearbeitungen des Stoffes offenbar unterdrückt hat, wohl um die kleinen Kinder nicht zu erschrecken.

Doch in dieser Fassung kommt der brutale Charakter des Kirchenfürsten Frollo sehr deutlich zum Ausdruck. Und darüber, welche Art von Gewalt er Esmeralda antun will, gibt es nicht den Schatten eines Zweifels.

Sie soll ihm zu Willen sein. Als Machtmensch agiert Frollo skrupellos auf einer Ebene mit dem König.

Beide haben sich offenbar gegen die niederen Stände, die Rechtlosen verschworen. Es kommt, wie es kommen muss: Der Kampf vor, in und auf der Kathedrale als dem Stein gewordenen Symbol von kirchlicher Präsenz, das mehrere Bedeutungen annimmt.

Statt eines Ortes der Seelsorge und des Asyls, dessen Türme zu Gott emporragen, ist die Kathedrale zu einem Hort des Bösen verkommen.

Im Finale findet ein reinigendes Gewitter der Gewalt statt, das mit einem tiefen Fall des Kirchenfürsten seinen Höhepunkt findet.

Besonders gelungen fand ich die Darstellung des Erzdiakons durch Udo Schenk, aber auch das Duo aus Glöckner und Esmeralda. Mehrere Genreszenen wie etwa auf dem Richtplatz, beim Tanz, in der Kneipe usw.

Ich jedenfalls fand das Hörspiel ungeheuer fesselnd. Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen.

Wer jedoch mit Melodramatik absolut nichts am Hut hat, sich aber trotzdem zünftig gruseln will, der sollte zu härterer Kost greifen. Gemeinsam mit seinem Assistenten Larry Danforth, seiner Kollegin Dr.

Leni Lake, deren Assistentin Leslie Carroll, dem Ingenieur Prof. Frank Pabodie, dem Physiker und Meteorologen Prof.

Atwood und diversen Hilfskräften bricht Dyer auf, den unwirtlichsten Kontinent der Erde zu erkunden. Ein sehr gefahrvolles Unterfangen, wie sich herausstellt … Verlagsinfo.

Howard Phillips Lovecraft, , hatte ein Leben voller Rätsel. Zu Lebzeiten wurde er als Schriftsteller völlig verkannt. Unzählige Schriftsteller und Filmemacher haben sich von ihm inspirieren lassen.

Howard Phillips Lovecraft wurde am August in Providence, Rhode Island geboren. Lovecrafts Mutter starb am Mai nach einem Nervenzusammenbruch.

März heiratete Lovecraft die sieben Jahre ältere Sonia Haft Greene und zog nach Brooklyn, New York City. Am März wurde Lovecraft ins Jane Brown Memorial Krankenhaus eingeliefert, wo er fünf Tage später starb.

März wurde er im Familiengrab der Phillips beigesetzt. Sein Stil ist unvergleichlich und fand viele Nachahmer.

Aber Lovecrafts Grauen reicht weit über die biblische Vorstellung von Hölle hinaus: Das Universum selbst ist eine Hölle, die den Menschen, dessen Gott schon lange tot ist, zu verschlingen droht.

Auch keine Liebe rettet ihn, denn Frauen kommen in Lovecrafts Geschichten praktisch nur in ihrer biologischen Funktion vor, nicht aber als liebespendende Wesen oder gar als Akteure.

Die Welt ist kein gemütlicher Ort — und Einsteins Relativitätstheorie hat sie mit in diesen Zustand versetzt: Newtons Gott ist tot, die Evolution eine blinde Macht, und Erde und Sonne nur Staubkörnchen in einem schwarzen Ozean aus Unendlichkeit.

William Dyer: Reiner Schöne Larry Danforth: Jan Panczak Dr. Frank H. Pabodie: Eckart Dux Prof. Atwood: Alexander Turrek. Das Skript schrieb Marc Gruppe, der mit Stepahn Bosenius auch Regie führte.

Die Aufnahme erfolgte in den Planet Earth Studios. Die Illustration ist von Firuz Askin. Brüllen und Knurren hallen durch die Höhle, in der Larry Danforth dem Monster zu entkommen versucht.

Zum Glück erwacht er rechtzeitig, bevor es ihn erwischt. Er will nur noch vergessen, was er allnächtlich in seinen Träumen erlebt — was ihm damals in der Antarktis widerfahren ist ….

Soll er weiterhin verschweigen, welche Gefahr in der Antarktis auf die Menschheit lauert? Dyer besteht auf Diskretion, denn er mal Danforth aus, dass er wegen des öffentlichen Aufschreis des Unglaubens keinerlei Karriere mehr zu erwarten hätte.

Eine weitere Expedition will zur Antarktis aufbrechen — sollte man sie nicht warnen? Auch dies lehnt Dyer ab. Diese Expedition käme sowieso nicht zustande.

Nachdem Danforth gegangen ist, seufzt Dyer schwer. Unwillkürlich schweift sein geistiger Blick zurück zum Januar , als alles begann ….

Als Geologe ist Dyer dafür gewappnet, doch die Technik muss jemand anders liefern: Professor Pabodie von den Ingenieuren an der Miskatonic University zu Arkham steuert ein neuartiges, zerlegbares Bohrgerät bei.

Pabodie empfiehlt, den Meteorologen Prof. Atwood mitzunehmen. Kapitän Douglas werden zwei Schiffe kommandieren, um alles ans andere Ende der Welt zu schaffen.

Spätestens im September müssen sie in See stechen, um den Sommer auf der Südhalbkugel ausnutzen zu können. Auf der Seite der Finanzierung kann Dyer seinem Kollegen eine gute Nachricht mitteilen: alles paletti!

Die Stiftung von Nathaniel Derby-Pickman übernimmt die Kosten. Unerwartet gibt es von dieser Seite eine unangenehme Überraschung: Dr.

Leni Lake ist die Tochter des Stiftungsleiters und besteht darauf, mit ihrer Assistentin Lesli Carroll mitzukommen. Alles Sträuben der alten Herrschaften nützt ihnen nichts — Leni sitzt am längeren Hebel.

Über Panama und Samoa führt die Route zum Ross-Schelfeis. Nachdem am Oktober der Polarkreis überschritten worden ist, erreichen die beiden Schiffe sechs Tage später die erste Bucht voller Eisberge — und das Packeis.

Erebus und Terror vor Anker. Larry Danforth vermeint ein sonderbares Pfeifen zu hören, das sich mit dem Wind vermischt, der von den Perry-Bergen herunterbläst.

Eine Luftspiegelung gaukelt ihm emporragende Burgen auf diesen steilen Höhen vor. Alle frieren, doch Danforth, der sich in Leslie Carroll verliebt hat, kann wenigstens das Herz der schönen Assistentin wärmen.

Rund vier Wochen später startet Dr. Leni Lake zum ersten Flug ins Landesinnere, um an geeigneter Stelle ein Lager zu errichten. Und damit beginnt das Unheil.

Denn Lake, Atwood und ihr Team senden Funksprüche, die immer seltsamer und beängstigender für Danforth werden — er fürchtet bald schon um das Lebens einer Freundin.

Was noch merkwürdiger ist: Sie sind über Mio. Jahre alt, also präkambrisch! Doch damals gab es noch keinerelei höheres Leben auf der kahlen Erde.

Skelettfunde sind wie von einem Werkzeug beschädigt, und Specksteinfunde sind eindeutig bearbeitet worden — alles Zeichen einer Zivilisation ….

Der besorgte Dyer gibt Lake und Atwood maximal drei Wochen Zeit, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Doch nach der Entdeckung von 14 seltsamen Tonnen in einer Gletscherhöhle und deren Auftauen brechen die Funksprüche Lakes ab — unter Hilfeschreien voll Angst und Schrecken ….

In dieser ersten Hälfte der Doppelfolge wird alles vorbereitet, um die Bühne für die entscheidenden Akte im zweiten Teil zu öffnen.

Dort erfolgen die eigentlichen Entdeckungen im mysteriösen Hochgebirge, das Lake entdeckt hat. Die Änderungen, die der Regisseur und Drehbuchautor Gruppe vorgenommen hat, leuchten sofort ein.

Das über Monate hingezogene Geschehen wird auf wenige entscheidende Szenen verdichtet und zu dramatischen Effekten genutzt.

Dabei bilden die beiden Frauen einen reizvollen Kontrast zu der reinen Männerveranstaltung des Originals — und eine Liebesgeschichte zwischen Danforth und Leslie Carrolls liefert eine plausible Erklärung dafür, dass Danforth darauf brennt, Leslie wiederzufinden möglich lebendig und den Schrecken zu bannen, der sie ihm entriss.

Also muss eine Expedition ins Herzen der Finsternis folgen. Am Ende des ersten Teils geben unheimliche Funde Rätsel auf. Doch dieses neue Wissen erweist sich als ebenso verhängnisvoll wie das Manipulieren der Funde: Acht intakte Tonnen werden von Lake und Atwood aufgetaut, wodurch ein unbekannter Schrecken wieder zum Leben erweckt wird.

Man denkt unwillkürlich an die Tiefen der Minen von Moria, wo ein Schrecken aus der Alten Welt lauert — Morgoths Balrog. Die Schreie des Entsetzens, die aus dem Funkempfänger dringen, lassen nur einen Schluss zu: Die Zurückgebliebenen müssen sowohl das Rätsel lösen als auch dem Schrecken ein Ende bereiten.

Aber kann ihnen dies überhaupt gelingen? Der Hörer bleibt unglaublich gespannt am Ende dieses ersten Teils zurück. Sofort muss die zweite CD eingelegt werden ….

Einige Stimmen bekannter Hollywood-Schauspieler treten hier auf. Insbesondere Reiner Schöne ist aufgrund seines rauen Basses als deutsche Stimme diverser hartgesottener Hollywood-Burschen bekannt geworden, so etwa Willem Dafoe und sogar Darth Vader.

Deshalb hat er auch fast die komplette Krimireihe von Rotbuch für den Argon-Verlag einlesen dürfen. Eckart Dux könnte älteren Zuhörern noch aus diversen Western und Fernsehkrimiserien bekannt sein — er hat zahlreichen Westerhelden von Audie Murphy bis James Stewart seine Stimme geliehen.

Befreie uns, Herr Gott, von einem Pferd, das spricht, und von einem Mädchen, das lateinisch redet. Wurde nicht sogar der heilige Augustin von Mitleid und Weh ergriffen, als er das vierte Buch der Aeneis las, das die Liebschaften und den Tod Didos enthält?

Ich möchte so viel Hunderte von Talerstücken haben; als es Mädchen gegeben hat, weltliche wie fromme, die sich an der Lektüre des Amadis de Gaule aufregten, befleckten und entjungferten.

Es kann sich jeder denken, was die griechischen, lateinischen und andern Bücher anrichten können, wenn ihre Lehrer, diese schlauen verderbten Füchse, diese elenden Taugenichtse, mit ihren geheimen Kammern und Kabinetten inmitten ihrer Faulheit sie ihnen glossieren, kommentieren und interpretieren.

Ein hübsches Urteil und ein feiner Pädagoge? Siehe die Geschichte. Die ganze Gesellschaft lachte mächtig, und die Dame weinte, in der Meinung, der König hätte ihr diesen Streich spielen lassen; denn solche Sachen war man von ihm gewöhnt.

Diese Damen, die sich solcher Art Leute wählen, sind durchaus nicht zu entschuldigen, sondern sehr tadelnswert, weil sie ja ihren freien Willen haben, und alle Freien von ihren Freiheiten und Bequemlichkeiten erfüllt sind und die Wahl treffen können, die ihnen gefällt.

Die armen Mädchen haben es anders, wie sie es treffen, gut oder schlecht, sie müssen dabei bleiben. Und Geschichten erzählen, wenn man die Namen verschweigt, das ist keine Schlechtigkeit, ich lasse ja die Welt die Leute erraten, von denen die Rede ist; sehr häufig werden sie an eine denken, und doch ist es eine andere.

Barbatias überliefert einen noch stärkeren Fall von einem siebenjährigen Knaben, der seine Amme schwängerte. Wer war baff? Der Arzt.

Dabei fällt mir die Geschichte eines galanten und tapfern Herrn ein, wie je nur einer war, der gestorben ist; er beklagte sich eines Tages über die Geräumigkeit der Natur der Mädchen und Frauen, mit denen er Umgang hatte.

Er sagte, am Ende wäre er gezwungen, sich nach kindlichen Mädchen umzusehen, die sozusagen aus der Wiege kämen, damit er nicht mehr das Gefühl habe, als schwömme er grenzenlos auf offenem Meer wie mit den andern, sondern sich dagegen mit mehr Vergnügen in eine Meerenge hineinschwimmen fühle.

Die Geschichte knüpft sich auch hier an Katharina von Medici. Ich habe mich hier wieder etwas verloren und bin vom Wege abgekommen; da es aber die Gelegenheit mit sich brachte, schadet es nicht, und ich kehre zu meinem Thema zurück.

So werden wir von den Frömmlerinnen oder mehr noch von den Bigotten getäuscht; ich meine jene Frauen, denen es an Klugheit mangelt und die das Leben der andern nicht kennen.

Damit war sie doch auf eine gute Art bestraft? Andre Damen wieder sind stolz, hochmütig, sie verachten sozusagen Himmel und Erde, die Männer und ihre Liebeswerbungen lassen sie hart an und jagen sie weit von sich weg; aber solchen gegenüber bedarf es nur der Geduld und Beharrlichkeit; denn mit all dem und mit der Zeit bekommt man sie schon und demütigt sie, wie es denn ein ganz eigner Ruhm und Stolz ist, sie, die vorher so hochmütig gewesen, jetzt von ihrem Sockel heruntersteigen zu sehen.

Und von diesen Hochfahrenden und Stolzen sah ich sogar recht häufig manche, die sich fügten und liebten, nachdem sie die Liebe und ihre Fürsprecher sehr verachtet hatten, ja sie heirateten dann sogar Leute ganz niedrigen Standes, die ihnen durchaus nicht irgendwie ebenbürtig waren.

So spottet ihrer Amor, straft sie für ihren Übermut und greift gerade sie am liebsten an; denn der Sieg ist um so glorreicher, da er über Dünkel und Übermut gewonnen wird.

Sie mögen ganz gut bis fortgeklungen haben, und er war ja auch mit den jeux floraux der Provence sehr gut vertraut.

Im Minnesang waren solche neutrale Decknamen allgemein im Gebrauch. Indessen bestand eine Art Verhältnis stets zwischen uns, solange sie lebte, und ich habe sie immer sehr geehrt.

Diese Lärche ist nämlich ein Holz, das niemals brennt und kein Feuer, keine Flamme, keine Kohle gibt, wie es Julius Cäsar einst erfuhr. Sie wären in ihrem Sinn zufriedener und bekämen nicht so oft den Floh ins Ohr gesetzt, und es gäbe auch nicht so viel offenkundige Huren und entdeckte Hahnreie.

Das ist aber weder so noch so notwendig; denn es würde die Welt entvölkern, und man lebte gleich Marmorsteinen, ohne jede Lust oder Befriedigung, so sagten welche, und anstatt höchst vollkommen zu sein, wäre die Natur unvollkommen; wenn wir ihr also wie einem guten Feldherrn folgen, werden wir niemals im rechten Wege irren.

Was für ein Gedanke! Das nenne ich einen ordentlichen Rechtsgrund. Was ihr Wittum anlangt, könnte der Erbe es ihr nicht streitig machen, und hätte sie mit ihrem Leibe alle Torheiten von der Welt getrieben; und von dem ich das habe, der führte mir einen schönen Grund dafür an; denn wenn der Erbe, der keinen Gedanken hat als das Vermögen, der Rache Tür und Tor öffnet, um die Witwe dieses Verbrechens anzuklagen und sie ihrer Mitgift zu berauben, würde er dafür der Verleumdung geziehen werden; und es gäbe keine Witwe, die zugleich eine vermögliche Frau ist, die sich vor den verleumderischen Verfolgungen jener galanten Erben retten könnte.

Diese Dame wollte nichts verlieren, sondern sah sich zur rechten Zeit vor; daher verlor sie weder von ihrem Vermögen etwas noch von ihrem Wittum.

Von unsern Witwen nun freut es manche, wieder in die Ehe zu treten und sich wieder danach auf die Lauer zu legen wie die Seeleute, die, aus zwei, drei und vier Schiffbrüchen gerettet, immer wieder aufs Meer gehen, und wie es auch die verheirateten Frauen machen; in ihren Kindsnöten schwören und beteuern sie, es niemals wieder zu tun, niemals solle ein Mann ihnen wieder etwas sein; sie sind aber kaum bereinigt, als man sie gleich wieder der ersten Erschütterung unterliegen sieht.

Andere Damen wollen sich nicht wieder verheiraten; und unter denen, die es nicht wollen, gibt es und hat es manche gegeben, die in ihrem schönsten Alter in den Witwenstand tretend sich dabei verhalten haben.

Wir sahen die Königin-Mutter im Alter von 37 und 38 Jahren Witwe werden, und sie ist stets Witwe geblieben; obwohl sie schön, höchst angenehm und sehr liebenswürdig war, dachte sie nicht einmal an einen einzigen, um ihn zu heiraten.

Der König, ihr Sohn, fand es zu Anfang sehr befremdend und bitter; trotzdem aber entschuldigte er, weil sie seine Mutter war, den erwähnten Rabaudange Ein Rabaudange kommt auch einmal bei Guicciardini vor.

Vor einiger Zeit heiratete eine französische Dame ihren Pagen sogleich, nachdem sie ihn seiner Pagenschaft enthoben hatte, und sie hatte sich in ihrem Witwenstand genug zusammengenommen.

Lassen wir nun diese Art Witwen und reden wir von stolzeren und weiseren. Wir hatten unsre französische Königin Donna Isabella von Österreich, die mit dem hochseligen König Karl IX.

Sie war eine sehr schöne Fürstin, die Farbe ihres Antlitzes war ebenso zart und köstlich wie nur die einer Dame an ihrem Hofe und sehr angenehm.

Auch ihr Wuchs war sehr schön, wenn auch ziemlich mittleren Grades. Diese Art und Weise zu bitten hat aber nichts mit jenen Scheinheiligen gemein, die in dem Wunsch, vor der Welt einen Eindruck zu machen, ihre Gebete und Frömmigkeiten öffentlich abmachen und dabei murmeln, damit man sie für frömmer und heiliger halte.

Hätte ich einen Sohn gehabt, so wäre ich Unglückliche daran schuld gewesen, weil ich ihn empfangen, und ich hätte tausend Verfluchungen des Volkes auf mich geladen, dessen Stimme Gottes Stimme ist.

Daher preise ich meinen Gott und nehme willig die Frucht, die er mir gab, gereiche sie mir nun zum Unheil oder zum Glück.

So gütig meinte es diese gute Fürstin mit dem Land, in das sie gesetzt war. Und was für Räte sind es, die ihm diese Meinung beigebracht haben?

Mein Gott! Ich werde anderswo von ihr reden. Trotzdem glaube ich es nicht; denn sie liebte die Leute eines heiligen Lebenswandels allzusehr, wie sie eben sind.

Das war es, was ich in Kürze über unsre gute Königin Elisabeth habe sagen wollen, über ihre Güte, ihre Tugend, ihre Beständigkeit und Enthaltsamkeit, und über ihre rechtschaffene Liebe zu ihrem königlichen Gemahl.

Den hochseligen König Heinrich III. Niemals aber wollte sie den Hafen betreten, auch nicht die Galeeren, aus Angst, Verdacht und Argwohn zu erregen; sie betrat auch nur ein einziges Mal die Stadt, um sie zu besuchen.

Ihr Aufenthalt davor währte, in Erwartung guten Wetters, sieben bis acht Tage. Ich war damals am Hofe, als man dem Könige diese Neuigkeiten von ihrer Durchreise berichtete, und er war sehr in Unruhe, ob man sie so gut empfangen habe, wie ihr zukam und wie er wollte.

Diese Prinzessin lebt noch und erhält sich in ihren schönen Tugenden; nach dem, was man sagte, hat sie ihrem königlichen Bruder die reichste Hilfe geleistet.

Diese Prinzessin von Spanien ist eine sehr schöne Prinzessin gewesen und von leuchtender Majestät: sie hätte ja sonst keine spanische Prinzessin sein müssen; denn besonders bei den Spaniern tritt die Majestät in der Begleitung von Anmut und schönem Aussehen auf.

Als ich von Portugal nach Spanien zurückkehrte, hatte ich die Ehre, sie zu sehen und ziemlich vertraut mit ihr zu sprechen.

Als ich das erstemal unserer Königin Elisabeth von Frankreich meine Aufwartung zu machen gekommen war, und als ich mit ihr plauderte, wobei sie mich nach einer Menge Neuigkeiten aus Frankreich wie aus Portugal fragte, meldete man der Königin, die Frau Prinzessin käme.

Sie wird sehr erfreut sein, Euch zu sehen und sich bei Euch nach dem König, ihrem Sohn, erkundigen zu können, da Ihr ihn gesehen habt.

Ich erzählte ihr genau davon; denn ich redete damals Spanisch ebensogut oder besser als mein Französisch. Unter anderen Fragen richtete sie diese an mich: Ob dieser ihr Sohn schön sei, und wem er ähnlich sähe?

Sie sagte jedoch zu mir, sie wäre bereits zu alt für ihn und sie könnte seine Mutter sein. In diesem Hoffen und Glauben schwebte sie ziemlich lange, indem sie immer sittsam mit ihrem Witwenstand umging, bis sie die Hochzeit des Königs mit seiner Nichte erfuhr.

Wie die venetianischen Dirnen, habe er seinen Tarif an der Pforte. Der träge Sybarit im blauen Frack verstummte. Da fuhr mit zischendem Lachen Chamfort auf.

Ein Feuerwerk, das DIE SPÖTTER 59 über Wasser sprühte, war Rivarols Spott, in Gewittern ent- lud sich seines Nebenbuhlers Sarkasmus. Und er schrie gegen das Leben, diese jämmerliche Oper, diese Herberge, dieses Bordell, diese Krankheit, die alle sechzehn Stunden der Schlaf lindere, jedoch der Tod erst heile.

Drüben in der Galerie lungerten die republikanischen Nymphen. Die Kabinetts der ersten Etage öffneten sich. Kurz vor Weihnachten erfuhr die Wiener Gesellschaft den Tod des Fürsten Charles Joseph von Ligne in seinem Haus auf der Mölkerbastei.

Ihn bedauern nicht zuletzt die Kaiserin Marie Louise und der König von Rom, mit welchem der Entschlafene vor der Gloriette und den Laubwänden von Schönbrunn Soldaten gespielt hat.

Es ist ein schöner Wechselgesang des Genius, des Erdgeists, der Anverwandten und der Länder, aus denen Italien sich hervorhebt. Herr von Goethe bekränzt den Sohn, Charles von Ligne, welcher in seiner Anwesenheit gegen Dumouriez fiel, und preist den Vater.

Der Fürst von Ligne versäumte bis zum Anfang Dezember kein Schlittenrennen, kein Diner des Kongresses. Nach einem Balle packte ihn ein ungestümes Fieber.

Er spürte den Tod, den er sich als stattliches Weib mit einer Schale Opium oder als eine lorbeerbekränzte Krie- gerin geträumt hatte.

Seht ihr mich denn für eine Reliquie an? Nichtsdestoweniger hat diesen die Belagerung von Belgrad unter Laudon gelangweilt.

Der Fürst von Ligne war als ein Weltbürger mit den ersten Personen der Zeit im Umgang. Das Rendezvous zweier witziger Köpfe wiederholte sich in Pots- dam.

Beim Diner sprach Hannibal über Vergil, den schlechten Gärtner, und die Torheiten der Georgica. Er beschuldigte das Klima der Mark, es lasse Orangen und Zitronen ver- dorren.

Und wenn man sie nicht tut, so kommt es auf eins heraus. Marie Antoinette schimmerte ihm als ein Stern. Gehorsam war er nur dem Geist und der Schönheit der Frau von Coigny.

Heute lebt man, als hätte man zweimal zu leben, man rennt hinter dem guten Rufe her. Diese Weisheit wird uns in die Irrenhäuser führen. Sie ist das Delirium der Vernunft.

Ihr habt zwölfhundert, zu acht- zehn Francs der Kopf. Aber auch die Jakobiner nahm er nicht ernst: ,,Die Welt geht weder zu gut noch zu schlecht.

Par consequent, chantez! Der Sonnenuntergang. Silbern schlug im Salon zu Valencay der Hammer der Pen- dule.

Talleyrand legte den Jaspisstock weg, den er seines lahmen Beines wegen brauchte, und streichelte die Hände seiner Nichte, der Herzogin von Dino.

Ein zurückgeschobener Mantel hob ihren untadeligen Wuchs. Freiliegend glänzten ihr Nacken, ihre Schultern.

Zwiefach war ihr dunkles, lockiges Haar unter dem Brillantreif gescheitelt. Als ein Ärgernis halte ihm Herr von Talleyrand, der Helfer von Königsmördern und ver- heiratete Priester, gegolten.

Die Undurchdringlichkeit eines Libertins, der auch die Frauen wohl an Felonie gewöhnt hatte, der Zynismus eines Verräters hatten ihn wild erregt.

Nun bestrickte ihn als ein Mann von Prinzipien räumte er das ein dieselbe Frau, deren Ruf in Chäteau-Vieux so schlecht war, weil die Fürstin Talleyrand noch lebte.

Und während er die Absicht gehabt hatte, das erste Signal zur Flucht zu benützen, bannte der phosphoreszierende Blick seines greisen Widersachers ihn fest an den Sessel.

Er zwinkerte, wenn die Sonne, die durchs herbstliche Gezweig des Ahorn stach, ihn blen- dete. Sein Kinn ertrank in der vielverschlungenen Krawatte der Directoiremode, seine Nase war aufgestülpt wie die Nase eines Cherubin.

In den Pausen des Gesprächs rieb er mit der Unterlippe gegen die Oberlippe an. Jedoch dieser Pausen gab es wenige.

Herr von Talleyrand war heute mitteilsam, und das Gespräch glich einem unsteten Monolog. Ich möchte in Paris ein Zelebritätendiner geben, bei dem Herr Cuvier im Namen der Wissenschaft speisen soll, Herr Gerard in dem der Malerei und Sie als Statthalter der politischen Eloquenz.

Sie haben Treffliches über das Bestreben gesagt, die Religion zu einem weltlichen Ding zu erniedrigen. Sie, mein Herr, sind ein konstitutioneller Mystiker, ein Doktrinär.

Man ist in Ihrer Partei ja schon duldsamer. Herr von Remusat heiratet das hübsche Fräulein von Lasteyrie, und er nimmt sich ernstlich vor, sich in sie zu verlieben.

Herr Guizot heiratet Fräulein Dillon, die in ihm einen zweiten Vater verehrt. Man hätte seine Physiognomie für die eines Uhus halten können.

Die Flugschrift, mit der er den Kaiser Napoleon gestürzt zu haben wähnt, verwahrte er unter seinem Kissen. Nachts schlief er mit geladenen Pistolen.

Madame trug das Manu- skript in ihren Strümpfen, wenn sie beim Epicier einkaufte. Madame ist häuslich. Sie waren hart, mein lieber Herr Royer-Collard, gegen den armen Constant.

Ich habe ihn sehr geschätzt, obwohl er mir in seinem schülerhaften Epos die Maske des Apsimar umgebunden hat, des listigen Diplomaten. Er war milder als seine Frau von Stael.

Seine Manieren waren die einesArtilleristen, und dcrGeschmack war sein intimer Feind. Hätte er ihn mit Kanonenkugeln zer- DIE SPÖTTER 65 trümmern können, er hätte die längste Zeit existiert.

Der zehnte war der, den ich dem König Karl geschworen habe. Seine Majestät hatte die Postkutsche vergessen. O Voltaire! Ich vertrage die Kälte nicht und schlafe unter einem Berg von Nachtmützen und Plumeaus.

Sie, mein Herr, sind über sechzig, nicht wahr? Den anderen gehört die Zu- kunft. Es gibt jemanden, der mehr Geist hat als Voltaire, mehr Geist als Napoleon und alle Minister.

Dieser jemand ist Tout le Monde. Die Sonne streifte den Dachrand des Treibhauses. Sie war ein pompöser Feuerball. Dann erlosch sie, und graue Schleier umspannen den Hintergrund.

Eine Kugel durchschlägt dem Bra- nicki den Bauch, und der Venetianer wird gezwungen, sich von Warschau zu entfernen. Mit dem Grafen Clary, dem Lügner, reist er nach Breslau, mit der argen Maton nach Dresden, in Leipzig beglückt er die als Zofe verkleidete Aren- berg, in Wien chikaniert die Sittenpolizei ihn und die Blasin.

Der Dieb Pocchini und die beiden Slawonier überfallen ihn. Der Statthalter Schrattenbach weist ihn aus, zerquetscht ihn mit dem Pantoffel Ihrer Majestät der Kaiserin Maria Theresia.

In Paris stellt ihn der Marquis de Lille, der Neffe der guten, alten Urfe, die er durch die famose Ver- jüngungskur um eine Million betrogen hat.

Seine Eleganz wird schäbig, seine Gesichtshaut faltig, sein Blick wird stumpf, er verliert, trotz der aretinischen Berichte in den Memoiren, die Unermüdlichkeit des Priapus, die einst Nym-.

Er erbietet sich, die Sierra zu kolonisieren. Aus Barcelona und Florenz wird er verjagt, in Neapel hält er die Bank mit dem Falschspieler Goudar.

Ein Fünfzigjähriger, kehrt er nach Venedig zurück. Durch Spionendienste, die er von Triest dem Staatstribunal geleistet hat, erwirkt er die Aufhebung des Bannspruchs.

Seine Bettelbriefe lohnt die Signoria mit Almosen von ein paar Zechinen. Er, der Wollüstling, der Graphomane, de- nunziert die jungen Patrizier, die jungen Frauen, die Theater- direktoren, die Schriftsteller.

Ein Pasquill gegen die Aristo- kraten raubt ihm auch diese Zuflucht. An der Tafel des Abbate Eusebio Lena sitzt er neben dem Grafen Joseph Waldstein, der mit ihm über die hebräische Kabbala und den Schlüssel Salomonis plaudert und, befremdet und inter- essiert, den zerrupften Habenichts einlädt, ihm nach Böhmen zu folgen.

Casanova sagt zu; denn das Jahresgehalt von tausend Gulden lockt ihn. Aber er macht Umwege, ehe er zu der Sinekure sich meldet.

Er geht mit seinem Bruder Francesco, dem Schlachtenmaler, nach Wien und dient dem venetianischen Gesandten Foscarini als Sekretär, ein Jahr lang, bis zu dessen Tode.

Dann will er nach Berlin, um Mitglied der Akademie zu werden. Er fährt über Brunn und Czaslau, wo er einen Wagenunfall hat, nach Karlsbad, wo er hofft, die Prinzessin Lubomirska zu finden.

Bei Teplitz trifft er abermals Waldstein, im Kreise seiner Standesge- nossen, des Prince de Ligne, des Fürsten von Anhalt, der 68 CASSANEUS Clarys und Jablonskys.

Ein goldner Adler mit gekrampften Fängen, der sterbend sich hochwirft, hängt an der Wölbung, und Weinlaub umrankt die Scheiben.

Diese Bücher soll der Chevalier de Seingalt ordnen und beauf- sichtigen. Nach ein paar Stunden sind sie ihm nichts neues mehr.

Die Buben stürzen ihm nach. Er klopft bei ihm an, er produziert sich vor der illustren Gesellschaft, die der Graf Waldstein aus Teplitz mitbringt.

Er schreibt für das Liebhabertheater, und er verspricht der Frau Gräfin- Mutter ein Heldenepos zum Preise des Mannes, dessen Bild- nis an den Wänden des Schlosses hängt, die ,,Albertiade", worin er nach virgilischer Manier den Herzog von Friedland in die Unterwelt hinabsteigen und mit seinen Vorfahren zu- sammentreffen, seiner Kindeskinder Ehen schauen lassen will.

Der Graf ist, wie sein unzufriedener Pensionär er- CASSANEUS 69 kennt, amusisch. Bei einem der Rennen, die er veranstaltet, beschädigt Casanova sich das Schienbein.

Dem Pflaster, das der Graf ihm anbietet, zieht er ein Kata- plasma seiner eigenen Apotheke vor. Er verabscheut diese Teutonen, deren Götter Mars und Bacchus sind, die wie ein Tier aus dem zoologischen Kabinett ihn angaffen und bedrängen.

Opiz, der Finanzinspektor in Czas- lau, wird sein Vertrauter. Je donne souvent dans des eclats de rire, ce qui me fait passer pour fou, car les idiots ne croient pas qu'on puisse rire etant seul.

Es ist ein Volk von Jakobinern und ungesitteten Demokraten. Die Stubenmädchen bringen ihm die Biskuits und den Wein nicht, die sein durch die Dünste der Bleikammern geschwächter Magen fordert.

Der Kaffee und die Milch sind schlecht, die Makkaroni zu wenig, die Polenta ist versalzen. Die Jesuiten und die Mönche in Ossegg planen Giftattentate.

Die Waldsteinsche Fabrikinspektion zu Ober- leutensdorf ist unhöflich genug, Zahlung für das gelieferte Tuch zu begehren. Schadenfroh hetzt er die Bedienten gegen den Alten auf, dessen Köchin drei von ihnen und den Läufer des Grafen dem Chirurgen überliefert hat.

Dem zahnlosen Gentiluomo schwinden die Sinne. Dann schreibt er an Feltkirchner gegen zwanzig Briefe voll er- habener Gekränktheit und niederschmetternder Verachtung.

Mit glasigen Augen sitzt Casanova in der Einsamkeit. Der Graf kehrt nach Dux zurück, Feltkirchner und Wiederholt verlieren ihre Ämter. Doch auch das Gewissen des Vene- zianers ist nicht rein.

Der Scherz dünkt ihn Ernst. Schluchzend umarmt er seinen Gönner. Unrasiert, eine Pelzmütze auf dem Kopf, ein rotwollenes Tuch um den Hals, irrt er über den Graben, bis er dem Grafen Waldstein wieder begegnet und froh ist, von ihm nach Dux zurückgeholt zu werden.

Er stirbt im Juni in den Armen des Reichsgrafen und des Prince de Ligne. Je vois Harpocrate severe Qui de son doigt m'ordonne de me taire.

II faut brüler pour eile et soupirer tout bas. Aber dunkle Weis- heit scheint aus ihm zu quellen, tiefster Gram eines, dem alles unwirklich geworden ist.

Von dem Tage ab, an dem Graf Benjowski erstmals zu Herrn von Nilow, dem Gouverneur von Kamtschatka, geführt wurde, war sein unerschütterhcher und mit kalter Schlauheit betriebener Plan, diesen Stellvertreter der Zarin Katharina zu hintergehen und sich mit den übrigen Sträf- lingen der Deportationskolonie zu furchtbarem Aufstand zu vereinigen.

Kaum war er im Dorf der Ver- bannten, kaum stand er im Hause Krustjews mitten unter ihnen, da bemächtigte er sich der Führung. Todesstrafe war auf den Verrat gesetzt.

Mit herab- lassender Gnade wurde er zum Hauslehrer ernannt und von den Zwangsarbeiten freigesprochen. Auch der Kanzler und der Kosakenhetman begegneten ihm nun huldvoll.

Am nächsten Morgen nahm Benjowski sein Lehramt auf. Am teil- nahmsvollsten zeigte sich die Jüngste, Athanasia.

Sie er- kundigte sich nach der Stimmung des Fremdlings und blickte ihn mit verzückten Augen an. Atha- nasia fragte ihn nach seinen Blessuren; er hinkte, denn im Siebenjährigen Kriege hatte ihm eine Kugel das rechte Bein verkürzt.

So trug er mit fingierter, träumerischer Schwermut die romanhaften Begebenheiten vor, deren Held er gewesen war.

Eines Tages in dieser Woche zog ihn Frau von Nilow mit gefallsüchtiger Ziererei auf die Seite. Umständlich berichtete sie ihm, sie sei die Tochter eines nach Sibirien verbannten schwedischen Obersten und zur Heirat mit Nilow gezwungen worden.

Jetzt stehe Athanasia ein ähnliches Los bevor; ein gewisser Kuzma, ein wider- licher Mensch, sei ihr als Bräutigam zugedacht, und keine Mutter vermöge in dieses einzuwilligen.

Benjowski ver- 76 BENJOWSKI sprach, den Gouverneur andern Sinnes zu machen. Dann ging er zu Athanasia, die krank auf ihren Kissen lag.

Wei- nend warf sie sich ihm in die Arme. Es begann nun ein Doppelspiel, aufregend und doch für Benjowski desto verlockender, je mehr ihm die Entdeckung drohte.

In nächtlichen Sitzungen wurden dem Geheimbund neue Genossen zugeführt, die bei dem Protopopen der Sträf- lingskirche auf ihren Schwur das Sakrament nahmen.

Schon flackerte der trübe Brand der Meuterei empor, und schon wurden die Feinde wachsam. Der Kaufmann Tschulosnikow gab in heftigen Worten seinen Verdacht gegen Benjowski zu erkennen und lief zum Gouverneur, um seine Einkerke- rung zu fordern.

Abgewiesen, überfiel er, von seinem Vetter begleitet, den Günstling Nilows zwischen den Blockhäusern mit Knütteln und Messern.

Dem Vetter schlug Benjowski die Hirnschale ein. Tschulosnikow, der gleichfalls schwere Wunden davontrug, wurde zu sechs Monaten Zwangsarbeit verurteilt und sein Vermögen konfisziert.

Bald danach suchte der Kaufmann Kasarinow den ungarischen Abenteurer mit vergiftetem Zucker wegzuschaffen. Winselnd umklam- merte Kasarinow die Knie des Gouverneurs und klagte Ben- jowski arglistiger Rebellion an.

Ein Sträfling namens Biat- zinin habe alles verraten. Der Gouverneur glaubte dem Kaufmann nicht und schickte ihn ins Gefängnis.

Biatzinin wurde nach dem Spruch des Kriegsgerichts erschossen. Dann kam ein Tag, wo Benjowski selbst, des Verrats angeschuldigt, den Verschworenen gegenüberstand.

Der Giftbecher auf dem Tisch glänzte durch den dunklen Raum, und aller Mienen waren finster. Stammelnd verteidigte Benjowski sich.

Im Gouverneurhaus flehte Athanasia den Vater um die Rehabili- BENJOWSKI 77 tation ihres Geliebten. Düster erst, dann mit gereizter Frechheit sann von diesem Tage ab Stephanow auf das Verderben Benjowskis, der ihn vor das Kriegsgericht stellte.

Eine besinnungslose Leiden- schaft für Athanasia war in dem Armen und Neid auf den Nebenbuhler. Zitternd willigte sie in ihrer grenzenlosen Liebe ein.

Als Flucht und Schreck- nisse vorbereitet waren, erschien sie verstört bei ihrem Bräutigam. Furchtbar, ein Kampf verzweifelter Mörder gegen täppische Kosaken, war der entscheidende Überfall auf die Festung.

Der Gouverneur sprang an Benjowskis Kehle; mit seinem Säbel schlug der Chef der Verschwörung ihn nieder. Doch von Tränen über- strömt, bat Athanasia den Mann, der sie und die Ihren ge- opfert hatte, er möge sie mit sich nehmen.

Und sie dankte ihm, als er ihr erlaubte, in Soldatenkleidern ihm auf das Verschwörerschiff zu folgen. Im tiefsten Winter befahl Benjowski, die Anker zu lichten.

Eisberge wälzten sich heran, die mit Kanonenkugeln weg- geschossen wurden. Walfische zogen vorüber, gejagt von ihren Todfeinden, den Schwertfischen, An der Westküste der Beringinsel, wo man in einer Bai vor Anker ging, fand man eine Hütte, in der unter einem Zuber ein Schreiben eines verschollenen russischen Kapitäns lag.

Fünf Kreuze staken im groben Sand. Ismailow, Parentschin und dessen Weib wurden auf der Insel ausgesetzt, die übrigen Verschworenen mit Knuten ge- züchtigt.

Da lies! Er wurde jedoch bald von dem neckenden Kreise befreit, denn das Horn rief sie nach der Mitte des Platzes zur Aufstellung und die Offiziere trieben sie auf allen Seiten zusammen.

Es war ein Mohr, schwarz wie Ebenholz, von riesigen Dimensionen, sein langer schwarzer Mantel auf das Kreuz des gewaltigen Rappen herabfallend, der ihn trug.

Ein donnerndes Evviva, Italia! Evviva Garibaldi! Wichtige Stellungen sind in ihrem Besitz - die Legion wird sie wieder nehmen und Rom seine Freiheit sichern!

In diesem Augenblick kam er von der Porta Cavalleggieri, wohin er auf die erste Nachricht von dem Angriff geeilt war.

Sein Stab hatte sich jetzt um ihn versammelt, es fehlten nur wenige Offiziere, die auf Kundschaft ausgesandt waren, oder um die Truppen der Brigade zu sammeln.

Warum ist Manara nicht an seinem Platz? Gott sei Dank, dort kommt Bixio! Die Franzosen sind Herr der Stellung.

Retten Sie das Vascello, oder es ist in einer halben Stunde verloren und die Porta mit ihm! Oberst Marochetti, sein alter Kampfgenosse aus den Pampas von Montevideo, kam herbei.

Mellara ist schwer verwundet. Der Henker hole die Lombarden. Was wollen Sie hier, fromme Schwester? Ihr Platz ist nicht in diesen Reihen! Es war der Verwachsene, den vorhin der Lord auf den Stufen der Colonaden getroffen hatte.

Der verwundete Manuli verdankte ihrer Hilfe das Leben. Auch das strenge Antlitz des Generals wurde bei dem Namen freundlicher.

Dort ist Ihr Platz. Kehre um und schone der Leben! Nach San Pancrazio! Geh' nicht weiter, denn der Geist sagt mir's - Dein wartet der Tod!

Den Leidenden Trost und Hilfe bringen, die ich nicht bewahren konnte! Ich verbiete Ihnen, mir zu folgen! Unter dem Klang ihrer Hornmusik kamen mit dem raschen, fast laufartigen Tritt, die Bersaglieri heran, um sich auf dem Platz am Navorelli aufzustellen.

Ein Evviva i Bersaglieri! Evviva i capelli fondi! Was ist Ihnen geschehen? Per bacco, diese Froschfresser von Franzosen haben uns schlimm geklopft, Oberst Daverio fiel an meiner Seite, - unser braver Major Manuli ist durch den Hals geschossen.

Gute Heilung Kamerad! Aber unentmuthigt schlugen sich die Uebriggebliebenen. Zwei Mal seit dem Beginn des Kampfes hatte der General sie mit Sturm, mit dem Bayonnet genommen, und die Franzosen daraus vertrieben.

Oberst Manara salutirte. Wo steht Ihr Regiment? Wo ist Manuli? Die Bersaglieri sollen heraus. Geben Sie Ihre Befehle Oberst, und lassen Sie eine Compagnie auf dem Wall.

Das Vascello ist etwa vierhundert Schritt vom Thor entfernt, der Eingang der Villa Corsini achtzig Schritt weiter. Dieser Eingang ist schmal, er bildet die Spitze des Dreiecks der Anlagen um die Villa.

Seine Adjutanten warfen einzelne Rotten in die Casa's, von denen die Studenti aus die Fenster des Corsini beschossen.

Die Compagnie Ferrari's war die vorderste. Zugleich kam der General herangesprengt! Er hob den Hut und winkte zum Angriff. Rettet die Ehre der Bersaglieri!

Unter der Aufregung des Augenblicks entgeht fast ein anderes Schauspiel ihrer Aufmerksamkeit, bis der erst von Einzelnen gemurmelte, dann immer allgemeiner verbreitete Ruf!

Sur les officiers! Signeroni, Mangini und andere Offiziere sinken in ihr Blut - aber noch steht Manara selbst, noch kommandiren unter ihm der besonnene Rozzat, Ferrari, Morosini, Manciagali.

Aber noch ist die letzte, furchtbarste Scene dieses Akts nicht gespielt. Nur die Casa's zur Seite des Weges bleiben besetzt und aus ihnen wird das Feuer nach den Fenstern des Corsini unterhalten.

Einer der italienischen Halunken hat sich verkrochen - aber mort de Dieu, es soll ihm Nichts nutzen! Jacques Lagrange versteht sein Visir zu nehmen!

Du bist mir zu Dank verpflichtet! Monsieur Jacques Lagrange setzte geschwind den Kolben seines Karabiners auf den Boden. Wahre Teufel im Gefecht [] und dann wie die Kinder.

Aber was denken Sie wird geschehen, Capitain Fromentin! Er mag ein Abenteurer sein, aber er ist ein Mann! Ich sah ihn im vorigen Herbst im Salon des Herrn Baroche, als er durch den sardinischen Gesandten Sr.

Doch lassen Sie uns zu unserm Gegenstand kommen - was rathen Sie zu thun? Renaud senden. Darf ich um einen Ihrer Offiziere bitten, Major!

Vergeblich hatte er an den Oberkommandirenden General Roselli um Beistand gesandt - man schlug auf dem Mario und an der Porta del Popolo mit gleicher Erbitterung, und Roselli hatte alle Noth, sich gegen den Ansturm der Franzosen dort zu halten.

In ihrer Mitte befand sich ein Mann in Civil, ein Scizzenbuch und den Crayon in der Hand. Paris war mir langweilig. Erinnern Sie sich der Scene?

Lassen Sie sehen! Aber bevor er noch seine Anrede fortsetzen konnte, hatte sich eine Hand fest auf seine Schulter gelegt.

Bei der Guerin in der rue des moulins! Sie werden mir Satisfaction geben - auf der Stelle! Sie kommen! Evviva la Venere! Wir werden angegriffen.

Evviva i Trasteverini! Auf ihrem schwarzen Pony, den sie mit gewaltigem Ruck bis auf die Hacken niedergerissen, hielt dicht vor der Nonne das Weib mit der Fahne.

Die Augen der beiden Frauen begegneten sich. Das der Nonne sprach Scheu und Entsetzen aus, gleich als habe sie ein giftiges Reptil erblickt!

Das Gefecht der Tirailleurs war unter der Zeit ununterbrochen fortgegangen. Niemals hatte man sie eine Nahrung zu sich nehmen sehen. Und jene Burschen dort scheinen mir von nicht zu verachtender [] Art.

Ich segne Dich mein Sohn! Ich versichere Dich mein Sohn, der Bursche da mit dem langen Sarras ist kein zu verachtender Beistand und der Teufel soll mich zu einer Polenta zerhacken, wenn er mich nicht eines Abends selber zu Falle gebracht hat.

Sie werden ihm gehorchen, wie die besten seiner Soldaten. Sie ist so bekannt, wie der Mascherato unter dem Volk. Schickt sie fort mit dem Gesindel, das sie begleitet.

Zugleich drang Manara mit den schnell zusammengerafften Bersaglieri heran und warf in [] unwiderstehlichem Ansturm mit dem Bayonnet alle Vertheidigung nieder.

Vergebens warfen sich einige der Entschlossensten ihm entgegen - jeder Hieb der gewaltigen Waffe brachte sichere Vernichtung. Hinter diesen aber donnerte alsbald das Evviva einer neuen Feindesschaar und brachte sie vollends in Verwirrung.

Von drei Seiten drangen diese jetzt herbei. Fliehen Sie Chevaulet - fliehen Sie! La Venere! Die Venus von Rom! Es stirbt Alles, das in mir Leben geholt.

Ich bin die Vernichtung! Deine Zeit ist gekommen! In das Nichts? Regiment in Sturmkolonne durch den Eingang den breiten Weg herauf, Alles vor sich herwerfend, die Bersaglieri und die Legionaire, das Gesindel des Trastevere und die Freicorps.

An dem Eingang zum Garten des Corsini hielt der General. Keuchend legte der Lieutenant, aus einer breiten Stirnwunde blutend, die Hand auf den Sattelknopf des Pferdes.

Triff Deine Anstalten, sie zu empfangen. Cospetto - wir wollen ihnen einen Empfang bereiten, an den sie denken sollen. Der Mascherato wandte sich noch einmal zu seinem Lieutenant.

An Deinen Posten Gasparo. Die Venus kommt - es lebe die Freiheit! Zu mir Geliebter! Venus ruft! Hierher zu mir, oder Du bist des Todes. Die Venus ruft!

Selbst in dieser entsetzlichen Verwirrung, unter diesem Strom von Blut, zeigen sich Scenen des erhabensten Muthes, der hingebendsten Aufopferung. Am Boden neben ihm liegt die Leiche eines jungen Emigrati.

Sei ein Mann - Jeder von uns hat Theures zu beklagen! Der Emigrate hatte den Becher genommen und beugte sich nieder zu dem Todten. Dann richtete er sich empor!

Heute klage ich ihn an des Verraths an der Freiheit, des Treubruchs [] und Mordes! Der General hatte die Gruppe verlassen. Der vierte Mann war gefallen!

Im Vatikan. In der Nacht zum 5. Mit dem Muth der Verzweiflung vertheidigte die Division Schritt um Schritt diese Stellung, aber schon begann der Zweifel am Erfolg auch die Tapfersten zu entnerven.

Im Lauf des General Oudinot hatte also den Kampf auf's Neue zu beginnen. Die Tage vom Die aufgehende Sonne des Angelo, des einzigen wirklich festen Punktes von Rom.

Auch an dem Abend des Er trug den rechten Arm in der Binde und den Kopf verbunden. Die Familie Bonaparte hat noch stets die Freiheit verrathen!

Der enragirte Revolutionair nickte vertraulich.

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3 Comments

  1. Keshakar

    Ich meine, dass Sie nicht recht sind. Ich biete es an, zu besprechen. Schreiben Sie mir in PM, wir werden reden.

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